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Freitag, 22. Februar 2013

Kirchenreform

Nachdem der angekündigte Rücktritt von Papst Benedikt XVI. in den Medien breiten Widerhall gefunden hat, melden sich jetzt wieder die üblichen Verdächtigen - vor allem aus deutschen Landen - mit ihren wohlfeilen Rufen nach "Reformen" zu Wort (Allerdings lassen die Ergebnisse der sog. "Umfragen" auch tief blicken, was die Substanz der abgefragten Meinungen betrifft. So wünscht sich die Masse, die üblichen "Reformen" und gleichzeitig ausgerechnet einen Papst aus Afrika, von dem solche "Reformen" wohl am wenigsten zu erwarten wären.) ...

Aber nur eine Reform ist wirklich und zu allererst wichtig: Die der eigenen Gedanken, Worte und Werke. Also die Reinigung des Herzens! Denn von innen, aus dem Herzen der Menschen, kommen die bösen Gedanken, Mord, Ehebruch, Unzucht, Diebstahl, falsche Zeugenaussagen und Verleumdungen. ... (Mt 15,19 u. Mk 7,21). Erinnert sei auch an das Wort des Apostels Paulus in seinem Brief an die Römer: "Gleicht euch nicht dieser Welt an, sondern wandelt euch und erneuert euer Denken, damit ihr prüfen und erkennen könnt, was der Wille Gottes ist: was ihm gefällt, was gut und vollkommen ist" (Röm 12,2).


  • Die Kirche ist keine Partei. Glaubensfragen sind wichtiger als Personal- und Reformdiskussionen. kath.de, 22.02.2013
  • Benedikt XVI. Der scheidende Papst ruft zum spirituellen Kampf. zeit.de, 17.02.2013 · Eine große Menschenmenge bejubelt Papst Benedikt XVI. auf dem Petersplatz. Wird er nach seinem Abgang weiter wirken? Theologe Hans Küng warnt vor einem "Schattenpapst". 
  • Kirche und Politik : Kampf um die Zukunft. sz, 16.02.2013
  • Angelus-Gebet : Papst: „Orientiert euch wieder auf Gott hin“. faz.net, 17.02.2013 · Beim ersten Angelus-Gebet seit seiner Rücktrittsankündigung hat Papst Benedikt XVI. die katholische Kirche aufgefordert, sich „entschieden auf Gott auszurichten“. 50.000 Pilger feierten den Papst auf dem Petersplatz.
     /.

Sonntag, 3. Februar 2013

Auszug

Der zentrale Impuls von Abrahams Auszug aus seiner Heimat und Familie, über den Auszug der Israeliten aus Ägypten bis hin zu Jesus v. Nazareth, war die Suche / die Sehnsucht nach Freiheit - Gerechtigkeit, Frieden und einem Leben in Fülle (d.i. das Gelobte Land, das Reich Gottes).

 
Ist die Kirche heute noch Anwalt dieses Impulses, oder ist sie inzwischen in weiten Teilen genauso weltlich gesinnt, wie der Rest der Welt?

Freitag, 13. Juli 2012

Bezahlte Knechte

Angesichts der hier geschilderten Zustände (in Castel Gandolfo, im Vatikan und anderswo), wird es wohl wirklich langsam Zeit, daß sich die Akteure in der (Amts-)Kirche wieder auf ihren Ursprung besinnen und einsehen, daß das REICH GOTTES nicht mit bezahlten Knechten zu verwirklichen ist ...

Mittwoch, 20. Juni 2012

Das Schweigen Gottes


Vielleicht ist das sog. "Schweigen Gottes" angesichts der Hartherzigkeit und Verstocktheit etc. der menschen das Äußerste dessen, was JHWH in dieser Situation noch für uns tun kann ...

Freitag, 21. März 2008

"Sein Blut komme über uns und unsere Kinder!"

(Matth 27, 25) ... Der Satz, den das von den Führern aufgewiegelte Volk der Juden in Jerusalem Pilatus entgegenschleuderte, um seiner Gewißheit Ausdruck zu verleihen, daß Jesus schuldig sei und den Tod verdiene, wurde den Juden durch die Jahunderte seither immer wieder vorgehalten und als Rechtfertigung benutzt, um sie zu verfolgen und zu unterdrücken. ...

Aber ich frage: Hätte jedes andere Volk in einer vergleichbaren Situation sich nicht auch zu diesem Verhalten verführen lassen? ...

Sonntag, 9. März 2008

"Wer nicht arbeiten will, soll auch nicht essen"

(2Thess 3,10). Wenn Paulus geahnt hätte, wer sich im Laufe der Geschichte so alles auf seinen Satz berufen würde (und vor allem auch: mit welchen Absichten), dann hätte er ihn womöglich lieber nicht gesagt ...

Aber wie auch immer, er hat nicht gesagt: "Wer nicht bereit ist, für irdischen Lohn zu arbeiten, der soll auch nicht essen!" ...


→ siehe auch: Reich Gottes vs. Welt - eine Gegenüberstellung

Mittwoch, 13. Februar 2008

Stein des Anstoßes ...

Es ist schon interessant zu beobachten, wie bei jeder sich bietenden Gelegenheit der für katholische Priester verpflichtende Zölibat thematisiert und in Frage gestellt wird. Als ob es keine dringenderen Probleme gäbe und als ob damit die tieferliegende Problematik "fehlender" Priesterberufungen gelöst werden könnte. Im Gegenteil: Man schafft sich dadurch letztlich nur neue Probleme (geschiedene wiederverheiratete Priester etc. pp.) ...

Mir sind ehrlich gesagt, wenige Priester, die eine wirkliche Berufung - von Gott her - haben, lieber, als eine Masse von halbherzigen und lauen, die nur ihren Job machen um eines vor allem irdischen Lohnes willen bzw. auf Grund von bloß irdisch-immanenten Überlegungen. .....


Weblinks

Mittwoch, 30. Januar 2008

Zu "eine Kette ist nur so stark, wie ihr schwächstes Glied" ...

Die Gefahr besteht nun darin, zu meinen, man könne auf dieses "schwache" (Mit)Glied (einfach) verzichten, um so die Leistungsfähigkeit der Kette zu steigern ...
- um den Preis nämlich, daß die Kette sich bei nächst bester Gelegenheit als zu kurz erweist! etc. ... Außerdem gibt es nun ein neues schwächstes Glied usw. ...
→ Verzichte also nicht leichtfertig auf ein Glied der Kette! Nimm es meinetwegen eine Weile aus der Belastung (wenn es zu Versagen droht), aber behalte es im Kontakt zum Ganzen - vielleicht gewinnt es wieder an Kraft mit der Zeit, oder ist plötzlich für einen ganz anderen - unerwarteten - Aspekt von Nutzen ...

... vielleicht als ein erster Anknüpfungspunkt für andere Ketten und (Mit)Glieder? Damit so vielleicht die Möglichkeit entsteht, die Zweidimensionalität der Kette zu öffnen hin auf die Dreidimensionalität eines Netzes?! ...
 

NB: Das Netz des (Menschen)Fischers wird durch das Band der Liebe gebildet und zusammengehalten. Darin können sich dann die Fische verfangen, wenn es (auf Geheiß des Herrn) zum Fang in den "Wassern des Todes" ausgeworfen wird ....

Frage: Sind die Schismen der Kirchen-Geschichte nicht ein Mahnmal für diesen Sachverhalt? Vor lauter Parteiungen und Steitigkeiten ist die eine Kette / das eine Netz in viele vereinzelte Ketten und Netze zerfallen, so daß sie ihre ursprüngliche Aufgabe nicht mehr umfassend erfüllen können ...

 

Mittwoch, 5. Dezember 2007

Diesseits und jenseits von Eden ...

Unter paradiesischen Bedingungen war das "Seid fruchtbar, und vermehrt euch" (vgl. Gen 1,28) ein Segenswunsch.

Jenseits von Eden ist es aber doch wohl eher ein Fluch!? ...


NB: Zu diesseits und jenseits von Eden: EDEN ist nicht unbedingt als ein imaginärer, "jenseitiger" und rein idealer Ort zu verstehen! (vgl. dazu die Reden Jesu vom Reich Gottes ... und die Zwei-Reiche-Lehre des Augustinus.)

Freitag, 16. November 2007

Definitionsversuch: Islam

Vorschlag für eine beta(Kurz)Definition

Islam (arabisch إسلامislām, „Unterwerfung unter“ oder „Hingabe an Gott“): Aus einer narzistischen Kränkung(?) heraus gegründete, erfolgreiche synkretistische MegaHäresie (aus jüd.-christl. Sicht), die ein kulturell-religiöses Amalgam aus christlich-jüdischen, arbischen und ??? Versatzstücken ist, und die um Ismael, des Sohnes Abrahams willen, Gottes Segen zu haben scheint. …

→ vgl.: Klaus Berger: Die Muslime sind längst unter uns. Der Islam profitierte schon immer von der religiösen Schwäche des Westens. Das Christentum muss jetzt die Auseinandersetzung suchen. DIE ZEIT, 18.03.2004


 

Weblinks

→ siehe auch das hier: Malaysia: Regierung verbietet Kirche das Wort "Allah", RP ONLINE, 20.02.2008 (Verweis zur angegebenen Quelle: http://www.herald.com.my)

 

Fragen

Muslime "anerkennen" Jesus als Propheten. Warum aber handeln sie dann nicht, gemäß seiner Lehre?

 

Anmerkungen

Je öfter mir Horror-Geschichten wie bei Akte Islam, deislam, PI und anderen islamkritischen Blogs zu Gehör kommen, desto stärker verdichtet sich bei mir folgender Gedanke: Ist das ganze Kuschel-MultiKulti-Getue am Ende nichts weiter als eine subtile Fortführung der Nazipolitik - nach dem Motto: “Die Feinde meiner Feinde, sind meine Freunde“? Also möglichst viele Muslime rein in’s Reich holen und sie unter einen besonderen “Artenschutz” stellen, damit sie die Gesellschaft von Juden und Christen - und anderen “Volksschädlingen” - durch Verdrängung allmählich “säubern”? - und/oder ist es “nur” die Manifestation der »Banalität des Bösen« in Form von Gedankenlosigkeit, Selbsthaß und einem verkürzten Toleranzverständnis etc.? …

Darüberhinaus drängt sich mir aber auch noch folgende Überlegung auf:

Wer z.B. hat vor über vierzig Jahren lautstark nach “Gastarbeitern” (resp. willigen und billigen Arbeitskräften) gerufen, weil sie (und ihre Hammel und Trittbrettfahrer!) den Hals nicht schnell genug voll bekommen konnten? … Und auch: Wer hat deren Forderungen damals unterstützt und davon profitiert?

Wer gierte und giert nach immer höheren Profiten, “Shareholder Value” und Rendite, ohne sich um das Wohl des Ganzen zu scheren? - Ja schlimmer noch: Ganz bewußt und schamlos maximieren einige den eigenen Profit auf Kosten der Allgemeinheit! Nach dem Motto der A-Sozialen, Pharisäer und Heuchler aller Zeiten: Gewinne privatisieren; die Kosten (still und heimlich und mehr oder weniger subtil) der Allgemeinheit aufhalsen, um sich hernach zu (schlechter) Letzt für dieses “Raffinement” auch noch als “Wohl-Täter”, “Ehrenmänner” und “Gerechte” etc. huldigen zu lassen. …

Um der Gefahr zu entgehen, den Bossen, die nach dem Zusammenbruch des Ostblocks ein neues Feindbild brauchen (wieder einmal) auf den Leim zu gehen und sich leichtfertig instrumentalisieren zu lassen, sollten endlich alle Menschen guten Willens zur Besinnung kommen, die rote Pille schlucken und erkennen was hinter der sog. Realität steckt (vgl. dazu den Film MATRIX) und einen europa- - oder am besten gleich - weltweiten GENERALSTREIK ausrufen und den Gierigen, Ausbeutern, Blutsaugern und Menschenschindern aller Zeiten, Länder und Epochen ein entschiedenes “NEIN” zu Götzendienst, Korruption, Perversion und Denkfaulheit etc. entgegenschleudern und ein noch entschiedeneres “JAAA” zu Gerechtigkeit und Frieden*!

*) Damit kein Mißverständnis aufkommt: KEINEN “Frieden” à la “Pax Islamia”! Zu einem echten Dialog, der diesen Namen auch verdient, gehören für mich auch unangenehme Fragen wie: “Wie viele islamisch geprägte Länder räumen den bei ihnen lebenden Christen, Juden - und generell anderen Religionen - ähnliche Rechte hinsichtlich der Religionsausübung ein, wie die europäischen?” etc. …

→ vgl. auch den 1. Kommentar zu Eva und die Nazis

 

Mittwoch, 31. Oktober 2007

Verhältnis von zeitlichen Gütern und Seelenheil ....

Ist unser Umgang mit den zeitlichen Gütern nicht auch ein Spiegelbild in welchem Zustand sich unsere Seele befindet?

Deswegen ist für mich z.B. „Umweltschutz“ nicht so sehr eine Forderung, die „Schöpfung zu bewahren“ (das Schicksal der physikalischen Welt ist ja ohnehin schon längst festgelegt! ...), sondern in erster Linie eine Forderung an jeden einzelnen Menschen, verantwortlich zu handeln, um des Heils seiner Seele willen ... !
 

Weblinks

 

Samstag, 29. September 2007

Amt und Prophetie

Zu den neuerlichen Vorwürfen des sexuellen Mißbrauchs durch einen Priester im Bistum Regensburg:

Sind solche und ähnliche Ereignisse in Vergangenheit und Gegenwart nicht auch ein Symptom für die von der institutionalisierten Kirche gepflegten Selbstgenügsamkeit des Amtes, die auf die Gaben des Geistes meint verzichten zu können, indem sie (gedankenlos(?)) all ihr Heil in Strukturen, Vorschriften und Riten - ja sogar Geld - etc. sucht?

Wird nicht immer wieder und allzuoft vergessen, wer im Reich Gottes zu finden ist?: Abraham, Isaak und Jakob, sowie alle Propheten ... (vgl. Lk 13,28)
 

Weblinks

vgl. auch:


 

siehe auch:

 

Donnerstag, 6. September 2007

Der arme Lazarus und der „reiche“ Prasser ...

Der arme Lazarus (»Gotthilf«) lag vor der Tür des „reichen“ Prassers ohne zu bitten, ohne sich zu beschweren und ohne zu murren ... (vgl.: Lk 16,19-31)

Hätter er zur Rettung des Prassers nicht vielleicht etwas beitragen können, indem er seiner Sehnsucht nach Gerechtigkeit Ausdruck verliehen (und vielleicht auch angemahnt) hätte? ...

... Aber vielleicht war es auch wirklich das Äußerste, was er für den „reichen“ hat tun können: Jeder andere Versuch, jede Aktion hätte die Wahrscheinlichkeit für eine Sinnesänderung (→ Metanoia) bei dem Prasser womöglich nur noch weiter gesenkt ...

NB: Interessant ist, daß der Prasser den Lazarus gar nicht wahrzunehmen scheint. Weder hilft er ihm, noch will er den vor seiner Tür liegenden ("herumlungernden" ...) loswerden. Ganz mit sich selbst beschäftigt, sieht er ihn schlicht und einfach überhaupt nicht. ...


Anmerkung

  • Ein Drittel der Menschheit verbraucht 85 Prozent der vorhandenen Ressourcen und strebt danach, auch noch der verbleibenden 15 Prozent habhaft zu werden.
    In den (sog.) „reichen“ Ländern (vgl. Off. 3,14-22) herrscht darüberhinaus eine exorbitante Verschwendung von Nahrungsmitteln. Eine Studie des amerikanischen Landwirtschaftsministeriums errechnete, daß von 161 Milliarden Kilogramm hergestellter Lebensmittel 43 Milliarden Kilogramm – also rund ein Viertel! – auf dem Müll landen. Von diesen weggeworfenen Nahrungsmitteln könnten, wenn man nur wollte, etwa zwei Milliarden Kilogramm gerettet werden: eine Menge, die ausreichen würde, vier Millionen Menschen ein Jahr lang zu ernähren. ...
    Darüberhinaus hat die FAO errechnet, daß die Weltlandwirtschaft heute ohne Probleme 12 Milliarden Menschen ernähren könnte. ...

Weblinks


Mittwoch, 25. Juli 2007

Fragen der Menschen in einer sich ändernden Welt ...

Inquisition, Protest und Reform etc. waren die (falschen) Antworten der Altvorderen (in der Kirche) auf sich ändernde Fragestellungen in einer sich ändernden Welt. ...

Welche Antwort(en) geben wir den fragenden Menschen in einer sich ändernden Welt heute? ...


Dienstag, 16. Januar 2007

Reich Gottes vs. Welt - eine Gegenüberstellung

Reich GottesWelt
  • ist ein Reich umfassender Erkenntnis, Wahrheit und Offenbarseins; ein Reich vollkommener Freiheit, tiefen Friedens und unendlicher Liebe ...
  • ist ein Reich in dem sich alle in einem immer umfassendereren und allgemeinerem Verblendungszusammenhang verstricken und gefangen sind ...
  • ... ist Wirklichkeit und kann nicht weiterentwickelt - vervollkommnet - werden: Es ist ja vollkommen!! (wachsen/sich ausbreiten aber natürlich schon)
  • ... strebte zu allen Zeiten danach, eine endgültig-abschließende gesellschaftl. Ordnung schaffen zu wollen ...,

    ... braucht u. fordert „Opfer” um existieren zu können (→ „Opfer für den Moloch” ... )
  • Alle sind sich einander geschwisterlich verbunden: ... es freuen sich entweder alle - oder alle trauern ...
  • Es gilt das sog. „Recht” des Stärkeren (das eigentlich ein „Recht” des Rücksichtsloseren - dessen, der weniger Skrupel hat - ist): Es gibt daher Gewinner u. Verlierer, wobei immer ein paar sehr-Privilegierte mit der Unterstützung von vielen etwas-Privilegierten - die Masse aller anderen (mehr oder weniger subtil versklavten) ausbeuten und auf deren Kosten leben. Darüberhinaus sind jene daran interessiert, 1) alle glauben zu machen, sie hätten das „verdient” und 2) diese Vorteile an ihre Nachkommen weiterzureichen (zu vererben) ...
    NB: Man betrachte unter diesem Aspekt auch einmal div. alte Filmepen: Ganz oben der Pharao und seine Familie, umgeben von den Hofschranzen und Beamten etc. über die Antreiber bis hin zu der Masse der „einfachen” Bürger und Sklaven ....
  • ... ist ein Reich der Freiheit
  • ... strebt danach (echte) Wahlfreiheit zugunsten (genau definierter) bloßer Wahlmöglichkeiten einzuschränken (und zu kontrollieren)
  • ... ist ein Reich in dem nur das SEIN zählt ...
  • ... in ihr zählt nur der Schein und Anschein - bzw. es genügt völlig, ihn zu wahren ...
  • Nur Gott der Eine ist GUT ...
  • Es ist erstrebenswert und ausreichend , sich „gut zu fühlen” und/oder an-schein-end „gut” zu sein ...
  • ... kommt mit wenigen Regeln aus: Diese können zusammengefaßt werden in einer einzigen Regel: »Liebe und tu, was du willst« (Augustinus)
    → vgl. auch: Röm 13,8-10
  • ... braucht viele Regeln und Gesetze, die nur von „Fachleuten” (mehr oder weniger) verstanden werden. Am besten allerdings von denen, die sich nur die sog.Reichen leisten können ...  
     
    → vgl.: »Je verdorbener ein Staat, desto mehr Gesetze braucht er« (Tacitus)
  • Im Reich Gottes ist alles ungeschuldetes Geschenk - freudig-freigiebig ... In ihm zählen nur unvergängliche, ewige Güter.
  • In der Welt hat alles seinen Preis. „besitz”, „ehre” und „ansehen” bedeuten alles ...

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    Fragen

    • Hat jemals ein Mensch gelebt, der einen anderen (Menschen) gegen Bezahlung substantiell weiterbrachte? Ja schlimmer noch: Diejenigen, von denen die Welt letztendlich lebt, werden seit Menschengedenken ausgesaugt, verfolgt und unterdrückt - bisweilen sogar umgebracht (hernach stellt man - wenn man sie nicht einfach übergehen kann - Denkmäler auf und gibt sie zur „Verehrung” frei, um die (weltl.) Deutungshoheit über sie sicherzustellen und sie doch noch irgendwie in einem bloß immanenten Rahmen einordnen zu können). Aber die Welt sieht keine Veranlassung, in sich zu gehen und ihre Handlungsweise zu überdenken. Stattdessen (Sofern sich überhaupt jemand für diese Problematik interessiert): Ein kurzes Achselzucken, „das ist halt so”, und weitermachen wie bisher ... (vgl. auch: »Was den Menschen als Großartig gilt, das ist vor Gott ein Greuel« ...)

     

     

    Die 10 Gebote

    1. Ich bin der Herr, Dein Gott. Du sollst keine anderen Götter neben mir haben!
    2. Du sollst den Namen Gottes nicht verunehren!
    3. Gedenke, daß du den Sabbat heiligst!
    4. Du sollst Vater und Mutter ehren!
    5. Du sollst nicht töten!
    6. Du sollst nicht ehebrechen!
    7. Du sollst nicht stehlen!
    8. Du sollst kein falsches Zeugnis geben wider deinen Nächsten!
    9. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Frau!
    10. Du sollst nicht begehren Deines Nächsten Hab und Gut!

     

    Evangelische Räte

    Die ev. Räte sind keine Gebote im engeren Sinn, aber Ratschläge, wie ein gutes, "engelgleiches" und evangeliumsgemäßes Leben (am ehesten) zu gewinnen ist: Armut, Keuchheit, Gehorsam

    Darüberhinaus gibt es noch ein paar weitere schöne, schlichte Weisungen:

    • Es ist dir gesagt worden, Mensch, was gut ist und was der Herr von dir erwartet. Nichts anderes als dies: Recht tun, Güte und Treue lieben, in Ehrfurcht den Weg gehen mit deinem Gott. (Micha)
    • Wer zwei Gewänder hat, der gebe eines davon dem, der keines hat, und wer zu essen hat, der handle ebenso. Es kamen auch Zöllner zu ihm, um sich taufen zu lassen, und fragten: Meister, was sollen wir tun? Er sagte zu ihnen: Verlangt nicht mehr, als festgesetzt ist. Auch Soldaten fragten ihn: Was sollen denn wir tun? Und er sagte zu ihnen: Mißhandelt niemand, erpreßt niemand, begnügt euch mit eurem Sold! (Johannes d. Täufer)
    • Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, nehme (täglich) sein Kreuz auf sich und folge mir nach. (Jesus)

     

    Goldene Regel

    »Alles, was ihr also von anderen erwartet, das tut auch ihnen!« (Matth 7,12; Lk 6,31)

     

    Freitag, 24. November 2006

    Auseinandersetzung und Streit

    Bei allen Zwistigkeiten, Auseinandersetzungen und Konflikten mit anderen Menschen, sollte man sich vielleicht immer wieder einmal einen Satz des Apostels Paulus vergegenwärtigen und danach zu handeln versuchen: »Denn wir haben nicht gegen Menschen aus Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern gegen die Fürsten und Gewalten, gegen die Beherrscher dieser finsteren Welt, gegen die bösen Geister des himmlischen Bereichs.« (Eph 6,12) ...

    → s.a.: Ansprache Papst Benedikts XVI. am Sonntag, dem 19. August 2007 zum Angelus in Castel Gandolfo: Der Friede Jesu Christi ist Frucht eines beständigen Kampfes gegen das Böse (1).
     

    Zitate

    • Hasse die Krankheit, nicht den Kranken!

     

    Anmerkungen

    1. Bei dem Stichwort „Das Böse“ sollte man nicht in erster Linie an das Monströse und offensichtlich Böse denken, sondern daran, daß „das Böse“ in erster Linie Abwesenheit (des Guten) ist. Ein abgrundtiefer Mangel also, dem etwas entscheidendes fehlt: SEIN.
      (→ vgl. auch Hanna Arendts Verdikt von der Banalität des Bösen ...; man denke auch an das kleine süße Tigerbaby, das hernach zum gefährlichen Raubtier heranwächst, oder an das eben dem Ei entschlüpfte - kaum einen Finger große - Krokodilchen, daß im Laufe der Zeit zu einer tödlichen Bestie wird ...
      (→ s.a. Exupérys Affenbrotbäume im V. Kapitel seines Kleinen Prinzen u.a.: den Eintrag vom 12. Juli 2006)

     

    Mittwoch, 22. November 2006

    Himmel und Hölle

    Der Streit, ob es einen Himmel / eine Hölle gibt, zeugt m.E. von großer Unwissenheit.
    Frag einen Verliebten, und er wird dich bloß fragend und erstaunt anschauen ... und ebenso frag einen Unglücklichen in den Elendsvierteln, Krisengebieten und Gulags dieser Welt .... (vgl. dazu auch Joh 3,19-21.33-36)

    Die Antwort auf die Frage nach einer „personalen Existenz danach“ ist dagegen schon etwas weniger trivial. Aber wie auch immer: Hier auf Erden ist der Ort, wo der schmale Pfad gegangen und die enge Pforte gefunden und überwunden werden muß (vgl.: Mt 7,13-14) ...