Sonntag, 27. August 2006

Was ist GUT?

Von Erich Kästner(?) stammt der Spruch: »Es gibt nichts Gutes, es sei denn man tut es«. Also: Mehr Gutes tun! Aber hier stock ich schon ... Was ist GUT? Jesus sagte einmal zu jemandem, der ihn als „guter Meister“ bezeichnete: »Was nennst du mich gut? Nur einer ist GUT: GOTT der Eine!« (vgl. Mt 19,16.17; Mk 10,17.18; Lk 18,18.19) Und wie oft schon war das vermeintlich „Gute“ nur „gut gemeint“ - und damit leider allzuoft das glatte Gegenteil!?

...

Sicherlich ist es gut, die Werke der Barmherzigkeit zu üben: Aber bemühen wir uns immer, unser Handeln von „üblen Beimengungen“ zu reinigen (reinigen zu lassen) und hüten wir uns vor bloß äußerlicher Verrichtung! Sonst mühen wir uns am Ende vergeblich! ....
 

Zitat

  • Die Werke der Barmherzigkeit, die ihr unterlaßt,
    sind lauter Ungerechtigkeiten, die ihr verübt
    . (Basilius der Große)

 

Werke der Barmherzigkeit


  Die sieben leiblichen Werke der Barmherzigkeit

  • Hungrige speisen,
  • Durstigen zu trinken geben,
  • Fremde ins Haus aufnehmen,
  • Nackte bekleiden,
  • Kranke besuchen und pflegen,
  • Gefangene trösten/erlösen,
  • Tote bestatten.

 

Die sieben geistlichen Werke der Barmherzigkeit

  • Die Unwissenden belehren,
  • Den Schwankenden recht raten,
  • Die Traurigen ermuntern, (die Betrübten trösten)
  • Die Fehlenden zurechtweisen,
  • Den Beleidigern verzeihen, (Beleidigungen gern verzeihen)
  • Die Lästigen gern ertragen, (Unrecht willig leiden)
  • Für Lebende und Tote beten, (für die Lebenden und Verstorbenen Gott bitten)

 

 

Samstag, 26. August 2006

WAHRHEIT

Über WAHRHEIT läßt sich nicht streiten.
Und alles, worüber sich streiten läßt, ist weit entfernt von ihr.

Wenn es um Fragen der WAHRHEIT geht, muß man sich das Herz zerbrechen - nicht den Kopf! (Zit.??)

(Eine ausgesprochene / erkannte) WAHRHEIT kann sehr schmerzhaft sein und äußerst weh tun. Aber wenn uns dies zu heilen und frei zu machen vermag?
 

Zitat

  • Die Überzeugung ist ein schlimmerer Feind der Wahrheit als die Lüge. (F. Nietzsche)

 

Dienstag, 15. August 2006

zu Günter Grass' spätem Geständnis

Ein Aspekt von Günter Grass' spätem (öffentlichen) Geständnis ist in der derzeitigen - und ähnlichen - Debatten (bezeichnenderweise(?)) m.W. noch nie zur Sprache gekommen: Die Tatsache nämlich, daß es möglich ist, daß ein (sogar überdurchschnittlich begabter) Mensch zwischen - sagen wir 15 und 25 Jahren - schwerwiegende Entscheidungen getroffen hat (oder auch nicht getroffen hat) - und sich dann ein ganzes Leben lang dafür schämt, und sich darüber verwundert, »wie er nur so verführbar und verblendet gewesen sein konnte« ...

Alle Vorstöße, das Wahlalter, Führerscheinalter etc. bei jeder Gelegenheit senken und die Aus-Bildungszeiten verkürzen zu wollen, erscheinen mir vor diesem Hintergrund einfach nur blanker Zynismus und Demagogie zu sein.

Wie viele 17-jährige durchschauen denn heute das ganze Ausmaß der Verblendung durch die subtil-perfide Diktatur heutiger Zeiten (des Mammon und des sog. Neolibealismus etc.)? Von den allzuvielen „älteren“ gar nicht zu reden ....

Platon jedenfalls hatte die Vorstellung, daß die Ausbildungszeit der Besten bis zum 35.(!) Lebensjahr dauern sollte und müsse! ....

Dazu paßt durchaus auch meine eigene Erfahrung. Wenn ich mir vergegenwärtige, was ich auch mit 21 Jahren noch für ein riesen R.... war! - Einen gewissen Anflug von „Durchblick“ jedenfalls kann ich bei mir frühestens ganz am Ende meiner Zwanziger erkennen! ...


Weblinks



→ siehe auch: Bildung

 

Samstag, 12. August 2006

Ein Fensterrahmen als Grenze des Horizonts

Wie oft schon habe ich eine Wespe oder Biene mit einer schier endlosen Ausdauer die Fensterscheibe eines gekippten(!) Fensters nach einem Weg ins Freie absuchen sehen. Aber wann machte einmal eine den Versuch, jenseits des Fensterrahmens nach einem Ausgang zu suchen? ...

 

Dienstag, 25. Juli 2006

gegen den Wind segeln

Wer gegen den Wind zu segeln sich genötigt sieht, darf nicht auf ein schnelles Vorwärtskommen hoffen! Auch darf er sich nicht wundern, von denen, die unreflektiert mit ihm segeln, als „spinnert“ etc. - oder zumindest doch als ziemlich besoffen angesehen zu werden ...
 

Fragen

  • Warum sind sich diejenigen, die eine Sache (ja sogar Menschen) schließlich und endlich zugrunderichten, sich ihrer Sache immer so sicher und über jeden Zweifel erhaben etc.? Weil es so viele machen? Weil der abschüssige Weg keinen Widerstand leistet und es so wunderbar „vorangeht“?
  • Warum müssen diejenigen, die vor einer solchen Denkungsart und Handlungsweise warnen, sich vor jenen immer rechtfertigen? Weil es nur wenige sind? Weil die Befolgung ihrer Warnungen Mühe bedeutet, und es dann nicht mehr so schnell vorangehen würde?

→ siehe auch: normalerweise

 

Montag, 17. Juli 2006

re-ligō und religio

Religion u. Christentum

Im Wortsinn von re-ligō (rückbinden) ist auch das Christentum „Relig(i)on“.

Nicht aber in dem Sinne, daß Mensch sich der Gewogenheit eines „höheren Wesens“ versichern müßte (sie zu erkaufen etc.)! (→ vgl. religio, ōnis ... Rücksicht, Besorgnis, Bedenken ...). Sondern in der Gewißheit, daß jeder Mensch schon immer von GOTT angenommen und geliebt ist (ohne Vorleistung oder Verdienst etc.)! Einfach nur deshalb, weil wir seine Kinder sind, für die er das BESTE (nicht das vermeintlich „beste“) will (»... ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben« (Joh 10,10))

→ vgl. auch: Zwei Arten von Mission und Aufgabe des Priesters