Montag, 11. September 2006

Einem in Gefahr geratenen Menschen helfen

Einem in Gefahr geratenen Menschen (Morast, Strudel, schiefe Ebene/Abgrund etc. ) kannst du nicht dadurch helfen, daß du dich selbst dorthin begibst. Sondern sicheren Grund must du haben (oder suchen) - und ein Hilfsmittel ...

Was in einer der oben genannten Situationen - in den meisten Fällen - wohl noch recht eindeutig zu entscheiden sein dürfte: nämlich wo Gefahr und wo Sicherheit ist, ist bei Psychosen und Suchtproblematiken etc. schon nicht mehr so ganz trivial und damit sicher zu beurteilen. Völlig unklar und unübersichtlich wird die Situation allerdings, wenn es um Fragen von so etwas, wie dem SEELENHEIL geht. Gibt es Kriterien, anhand derer abgeschätzt werden könnte, wo ein Mensch sich befindet?

→ Zur Problematik vgl. z.B. Enzyklika FIDES ET RATIO von Joh. Paul II. vom 14. September 1998

»Das Erfordernis eines Fundamentes, auf dem das Dasein des einzelnen und der Gesellschaft aufgebaut werden kann, macht sich vor allem dann in dringender Weise bemerkbar, wenn man die Bruchstückhaftigkeit von Angeboten feststellen muß, die unter Vortäuschung der Möglichkeit, zum wahren Sinn des Daseins zu gelangen, das Vergängliche zum Wert erheben. So kommt es, daß viele ihr Leben fast bis an den Rand des Abgrunds dahinschleppen, ohne zu wissen, worauf sie eigentlich zugehen. Das hängt auch damit zusammen, daß diejenigen, die dazu berufen waren, die Frucht ihres Nachdenkens in kulturellen Formen auszudrücken, den Blick von der Wahrheit abgewandt haben und der Mühe geduldigen Suchens nach dem, was gelebt zu werden verdient, den Erfolg im Unmittelbaren vorziehen. Die Philosophie, der die große Verantwortung zukommt, das Denken und die Kultur durch den fortwährenden Hinweis auf die Wahrheitssuche zu gestalten, muß mit aller Kraft ihre ursprüngliche Berufung zurückgewinnen. Deshalb habe ich nicht nur das Bedürfnis gefühlt, sondern es auch als meine Pflicht empfunden, mich zu diesem Thema zu äußern, damit die Menschheit an der Schwelle des dritten Jahrtausends christlicher Zeitrechnung sich der großartigen Fähigkeiten, die ihr gewährt wurden, deutlicher bewußt werde und sich mit neuem Mut für die Verwirklichung des Heilsplanes einsetze, in den ihre Geschichte eingebettet ist.« (Einleitung "Erkenne dich selbst" [6])

 

Sonntag, 10. September 2006

Stichwort MENSCH

Den meisten fällt zum Stichwort MENSCH doch wohl nur "ich" - oder genauer: das, was sie dafür halten - ein ...

 

Sonntag, 27. August 2006

Was ist GUT?

Von Erich Kästner(?) stammt der Spruch: »Es gibt nichts Gutes, es sei denn man tut es«. Also: Mehr Gutes tun! Aber hier stock ich schon ... Was ist GUT? Jesus sagte einmal zu jemandem, der ihn als „guter Meister“ bezeichnete: »Was nennst du mich gut? Nur einer ist GUT: GOTT der Eine!« (vgl. Mt 19,16.17; Mk 10,17.18; Lk 18,18.19) Und wie oft schon war das vermeintlich „Gute“ nur „gut gemeint“ - und damit leider allzuoft das glatte Gegenteil!?

...

Sicherlich ist es gut, die Werke der Barmherzigkeit zu üben: Aber bemühen wir uns immer, unser Handeln von „üblen Beimengungen“ zu reinigen (reinigen zu lassen) und hüten wir uns vor bloß äußerlicher Verrichtung! Sonst mühen wir uns am Ende vergeblich! ....
 

Zitat

  • Die Werke der Barmherzigkeit, die ihr unterlaßt,
    sind lauter Ungerechtigkeiten, die ihr verübt
    . (Basilius der Große)

 

Werke der Barmherzigkeit


  Die sieben leiblichen Werke der Barmherzigkeit

  • Hungrige speisen,
  • Durstigen zu trinken geben,
  • Fremde ins Haus aufnehmen,
  • Nackte bekleiden,
  • Kranke besuchen und pflegen,
  • Gefangene trösten/erlösen,
  • Tote bestatten.

 

Die sieben geistlichen Werke der Barmherzigkeit

  • Die Unwissenden belehren,
  • Den Schwankenden recht raten,
  • Die Traurigen ermuntern, (die Betrübten trösten)
  • Die Fehlenden zurechtweisen,
  • Den Beleidigern verzeihen, (Beleidigungen gern verzeihen)
  • Die Lästigen gern ertragen, (Unrecht willig leiden)
  • Für Lebende und Tote beten, (für die Lebenden und Verstorbenen Gott bitten)

 

 

Samstag, 26. August 2006

WAHRHEIT

Über WAHRHEIT läßt sich nicht streiten.
Und alles, worüber sich streiten läßt, ist weit entfernt von ihr.

Wenn es um Fragen der WAHRHEIT geht, muß man sich das Herz zerbrechen - nicht den Kopf! (Zit.??)

(Eine ausgesprochene / erkannte) WAHRHEIT kann sehr schmerzhaft sein und äußerst weh tun. Aber wenn uns dies zu heilen und frei zu machen vermag?
 

Zitat

  • Die Überzeugung ist ein schlimmerer Feind der Wahrheit als die Lüge. (F. Nietzsche)

 

Dienstag, 15. August 2006

zu Günter Grass' spätem Geständnis

Ein Aspekt von Günter Grass' spätem (öffentlichen) Geständnis ist in der derzeitigen - und ähnlichen - Debatten (bezeichnenderweise(?)) m.W. noch nie zur Sprache gekommen: Die Tatsache nämlich, daß es möglich ist, daß ein (sogar überdurchschnittlich begabter) Mensch zwischen - sagen wir 15 und 25 Jahren - schwerwiegende Entscheidungen getroffen hat (oder auch nicht getroffen hat) - und sich dann ein ganzes Leben lang dafür schämt, und sich darüber verwundert, »wie er nur so verführbar und verblendet gewesen sein konnte« ...

Alle Vorstöße, das Wahlalter, Führerscheinalter etc. bei jeder Gelegenheit senken und die Aus-Bildungszeiten verkürzen zu wollen, erscheinen mir vor diesem Hintergrund einfach nur blanker Zynismus und Demagogie zu sein.

Wie viele 17-jährige durchschauen denn heute das ganze Ausmaß der Verblendung durch die subtil-perfide Diktatur heutiger Zeiten (des Mammon und des sog. Neolibealismus etc.)? Von den allzuvielen „älteren“ gar nicht zu reden ....

Platon jedenfalls hatte die Vorstellung, daß die Ausbildungszeit der Besten bis zum 35.(!) Lebensjahr dauern sollte und müsse! ....

Dazu paßt durchaus auch meine eigene Erfahrung. Wenn ich mir vergegenwärtige, was ich auch mit 21 Jahren noch für ein riesen R.... war! - Einen gewissen Anflug von „Durchblick“ jedenfalls kann ich bei mir frühestens ganz am Ende meiner Zwanziger erkennen! ...


Weblinks



→ siehe auch: Bildung

 

Samstag, 12. August 2006

Ein Fensterrahmen als Grenze des Horizonts

Wie oft schon habe ich eine Wespe oder Biene mit einer schier endlosen Ausdauer die Fensterscheibe eines gekippten(!) Fensters nach einem Weg ins Freie absuchen sehen. Aber wann machte einmal eine den Versuch, jenseits des Fensterrahmens nach einem Ausgang zu suchen? ...