Dienstag, 16. Januar 2007

Die 10 Gebote

  1. Ich bin der Herr, Dein Gott. Du sollst keine anderen Götter neben mir haben!
  2. Du sollst den Namen Gottes nicht verunehren!
  3. Gedenke, daß du den Sabbat heiligst!
  4. Du sollst Vater und Mutter ehren!
  5. Du sollst nicht töten!
  6. Du sollst nicht ehebrechen!
  7. Du sollst nicht stehlen!
  8. Du sollst kein falsches Zeugnis geben wider deinen Nächsten!
  9. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Frau!
  10. Du sollst nicht begehren Deines Nächsten Hab und Gut!

 

Tugend

Seit der Antike sind die vier Kardinaltugenden (von cardo, dinis, m ... Türangel, Angelpunkt. In denen das Tor des Lebens schwingt ...) bekannt: Klugheit, Gerechtigkeit, Tapferkeit, Maß (Prudentia, Justitia, Fortitudo und Temperantia). Hinzu kamen später noch die drei (christlichen) Tugenden: Glaube, Hoffnung, Liebe
 

Zitate

  • Niemand ist zufällig gut; die Tugend muss man lernen. (Seneca)
  • Viele Menschen haben zwar ein Verlangen nach Tugend, aber sie zögern, den Weg zu gehen, der zu ihr führt. Andere wieder glauben, daß es überhaupt keine Tugend gibt. Man muß also auf die einen einwirken, ihre Säumigkeit abzulegen, die anderen belehren, daß es wirklich Tugend gibt. (Abbas Isidor, Apo 368)

 

Diskussion und Literaturhinweise

  • Die ritterlich-höfischen Tugenden des (hohen) Mittelalters:
     
    Ein Ritter soll immer das rechte Maß halten. Kühn sein, aber nicht wagemutig. Nie Schwächere angreifen und den Besiegten Gnade gewähren, ohne sie zu demütigen. Er soll nicht geizig sein, aber auch nicht verschwenderisch. Zu geringeren Leuten soll er freundlich sein, aber sich nicht mit liederlichem Volk einlassen. Auch soll er niemals Neugier zeigen, wenn er etwas sieht, das er nicht begreift und keine Fragen stellen - das gelte als unhöfisches Benehmen. Dann soll er selbstverständlich den Unterdrückten und Verfolgten stets beistehen und den Frauen dienen, die dessen würdig sind, doch niemals ihr Knecht werden.
     
    Aber weiter heißt es: »Diese und andere gute Ratschläge erhält Parzival in seiner Lehrzeit. Doch etwas Entscheidendes fehlt bei diesen Lehren, und daraus wird noch viel Leid entstehen. Noch vieles hätte er zu lernen, doch weiß er es immer noch nicht.«
     
    -› vgl.: www.mythentor.de/kelten/parzival
    -› s. a.: Wikipedia: Ritterlichkeit

 

Evangelische Räte

Die ev. Räte sind keine Gebote im engeren Sinn, aber Ratschläge, wie ein gutes, "engelgleiches" und evangeliumsgemäßes Leben (am ehesten) zu gewinnen ist: Armut, Keuchheit, Gehorsam

Darüberhinaus gibt es noch ein paar weitere schöne, schlichte Weisungen:

  • Es ist dir gesagt worden, Mensch, was gut ist und was der Herr von dir erwartet. Nichts anderes als dies: Recht tun, Güte und Treue lieben, in Ehrfurcht den Weg gehen mit deinem Gott. (Micha)
  • Wer zwei Gewänder hat, der gebe eines davon dem, der keines hat, und wer zu essen hat, der handle ebenso. Es kamen auch Zöllner zu ihm, um sich taufen zu lassen, und fragten: Meister, was sollen wir tun? Er sagte zu ihnen: Verlangt nicht mehr, als festgesetzt ist. Auch Soldaten fragten ihn: Was sollen denn wir tun? Und er sagte zu ihnen: Mißhandelt niemand, erpreßt niemand, begnügt euch mit eurem Sold! (Johannes d. Täufer)
  • Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, nehme (täglich) sein Kreuz auf sich und folge mir nach. (Jesus)

 

Goldene Regel

»Alles, was ihr also von anderen erwartet, das tut auch ihnen!« (Matth 7,12; Lk 6,31)

 

Freitag, 24. November 2006

Auseinandersetzung und Streit

Bei allen Zwistigkeiten, Auseinandersetzungen und Konflikten mit anderen Menschen, sollte man sich vielleicht immer wieder einmal einen Satz des Apostels Paulus vergegenwärtigen und danach zu handeln versuchen: »Denn wir haben nicht gegen Menschen aus Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern gegen die Fürsten und Gewalten, gegen die Beherrscher dieser finsteren Welt, gegen die bösen Geister des himmlischen Bereichs.« (Eph 6,12) ...

→ s.a.: Ansprache Papst Benedikts XVI. am Sonntag, dem 19. August 2007 zum Angelus in Castel Gandolfo: Der Friede Jesu Christi ist Frucht eines beständigen Kampfes gegen das Böse (1).
 

Zitate

  • Hasse die Krankheit, nicht den Kranken!

 

Anmerkungen

  1. Bei dem Stichwort „Das Böse“ sollte man nicht in erster Linie an das Monströse und offensichtlich Böse denken, sondern daran, daß „das Böse“ in erster Linie Abwesenheit (des Guten) ist. Ein abgrundtiefer Mangel also, dem etwas entscheidendes fehlt: SEIN.
    (→ vgl. auch Hanna Arendts Verdikt von der Banalität des Bösen ...; man denke auch an das kleine süße Tigerbaby, das hernach zum gefährlichen Raubtier heranwächst, oder an das eben dem Ei entschlüpfte - kaum einen Finger große - Krokodilchen, daß im Laufe der Zeit zu einer tödlichen Bestie wird ...
    (→ s.a. Exupérys Affenbrotbäume im V. Kapitel seines Kleinen Prinzen u.a.: den Eintrag vom 12. Juli 2006)

 

Mittwoch, 22. November 2006

Himmel und Hölle

Der Streit, ob es einen Himmel / eine Hölle gibt, zeugt m.E. von großer Unwissenheit.
Frag einen Verliebten, und er wird dich bloß fragend und erstaunt anschauen ... und ebenso frag einen Unglücklichen in den Elendsvierteln, Krisengebieten und Gulags dieser Welt .... (vgl. dazu auch Joh 3,19-21.33-36)

Die Antwort auf die Frage nach einer „personalen Existenz danach“ ist dagegen schon etwas weniger trivial. Aber wie auch immer: Hier auf Erden ist der Ort, wo der schmale Pfad gegangen und die enge Pforte gefunden und überwunden werden muß (vgl.: Mt 7,13-14) ...

 

Samstag, 11. November 2006

Heuschrecken füttern

Wer meint, Heuschrecken füttern zu müssen, soll sich hernach nicht beschweren, daß sie ihm die Haare vom Kopf fressen ....